Montag, 22. Februar 2010

Als Singer-Songwriter noch Liedermacher hießen.

Die Musik, die ich in meiner Kindheit gehört habe. Die Musik, die ich wahllos aus dem CD-Regal, aus dem Plattenschrank meiner Mutter geholt habe. Gehört habe, auch um andere zu beeindrucken. Gehört habe, weil ich sie schön fand. Musik, die im Soundtrack meines Lebens ganz am Anfang stehen würde. Musik, die ich laut mitsang, teilweise in Fantasieenglisch. Musik, die mir jetzt peinlich sein könnte. Ist sie aber nicht. Denn alles davon gehört zu meiner Geschichte. Wenn ich die Musik jetzt höre, dann kommen Erinnerungen zurück. Und bei einigen von diesen Liedern wird mir ganz anders, wenn ich merke, wieviel diese Musik mir doch bedeutet hat, vieviel ich von dieser Musik beeinflusst worden bin, wie gut ich auch heute noch mitsingen kann, wieviel sie mir immernoch bedeutet.



Wenn ich Kinder habe, dann werden sie ausschließlich diese Version des Rattenfängers von Hameln hören.



Damals hab ich dieses Lied nicht verstanden, irgendwie fand ich es traurig, aber wohl nur wegen der Melodie. Und heute? Ist es nicht einfach unglaublich tragisch und doch so ergreifend nüchtern.

Montag, 15. Februar 2010

Mit dem Essen spielt man nicht.

Dafür bin ich ja grundsätzlich auch. Essen ist wertvoll. Aber das ist trotzdem irgendwie gut. Vielleicht gerade deshalb.
Mehr?!



Montag, 8. Februar 2010

Musikgeschichten.

Neulich im Paris Syndrom. Konzert. Blueneck und Immanu El. Postrock und so. Es war wundervoll. Henriette, Martin und ich. Wir stehen ganz hinten, lehnen gegen die Wand, schließen die Augen. Hören. Versinken. Denken. Vor uns läuft ein nervöser junger Mann hin und her.

Wo ist sie?
Irgendwo hier ist sie. Wo?
Hälserecken. Fußspitzenstellen. Augenoffenhalten. Wo?
Hin- und Herlaufen. Beobachtet werden. Suchen. Ausschau halten. Spähen.
Erspähen. Sie ist da. Allein.
Hingehen? Stehenbleiben. Zögern. Warten.
Hingehen. Wiedersehen.

So die Theorie. Er hat sie aber nicht gefunden. Nicht an diesem Abend. In der kalten, harten Realität war das nur der junge Mann, der den Ton gemacht hat und hin und herlief, um zu prüfen, ob die Schallwellen uns noch im richtigen Maße in die Gehörgänge gelangen. Schade eigentlich. Romantik futsch. Traumblase zerplatzt. Egal. Ich mach mir dir Welt, wie sie mir gefällt.